Foto: Das elektrische VW-Modell ID.3, via Flickr

Tesla gilt in Sachen E-Autos als Maß der Dinge. Nun holen die etablierten Hersteller auf. Teilweise haben sie die Kalifornier schon überholt.

Mit ungewöhnlichen Worten reagierte Tesla-Chef Elon Musk Ende 2018 auf die Ankündigung des US-Autoherstellers GM, doppelt so viel Geld wie bisher für E-Autos ausgeben zu wollen: „Wenn jemand kommt und bessere elektrische Autos produziert als Tesla und diese Fahrzeuge so viel besser sind, dass wir unsere Autos nicht mehr verkaufen können und bankrottgehen, glaube ich trotzdem noch, dass das eine gute Sache für die Welt ist“, sagte Musk damals in einem TV-Interview mit dem amerikanischen Sender CBS.

Keine drei Jahre später ist die Autoindustrie weltweit im Umbruch: weg vom Verbrenner und hin zur Elektromobilität. Neben Start-ups wie Lordstown, Rivian oder dem chinesischen Unternehmen Nio drängen die traditionellen Autohersteller in Europa und den USA mit eigenen E-Modellen auf den Markt.

Die US-Konkurrenz jagt Musks Unternehmen seit Anfang des Jahres tatsächlich Marktanteile ab. Nach Lieferstart Ende Januar 2021 konnte US-Autohersteller Ford im Februar für sein neues E-Modell, den Mach-E, bereits 3739 Verkäufe verbuchen. Teslas Marktanteil fiel im Februar dieses Jahres um zwölf Prozentpunkte auf 69 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das ergab eine Analyse des Bankhauses Morgan Stanley. „Mach-E machte beinahe 100 Prozent dieses Anteilsverlusts aus“, schrieb Morgan-Stanley-Analyst Adam Jonas.

Auch die europäischen und asiatischen Autohersteller setzen Tesla unter Druck. Renault drängt mit dem E-Kleinwagen Zoe auf den Markt, Nissan ist mit dem Verkauf des Leaf erfolgreich.

Volkswagen verkaufte im Pandemiejahr 2020 bereits 231 600 E-Autos — ein Plus von 214 Prozent gegenüber 2019. „VW kann schon 2023 Weltmarktführer im Bereich E-Autos sein“, sagt Frank Schwope, Analyst bei der Nord/LB. Der Wolfsburger Konzern hat sich in der Krise neu erfunden. „Nach dem Dieselskandal hat VW stark umgestellt und sich auf Elektromobilität konzentriert“, sagt Schwope.

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